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Über das Projekt

Das Projekt zielt darauf ab, Menschen mit eigener oder familiärer Migrations-/Fluchterfahrung mit der Politiklandschaft vertrauter zu machen und sie dabei zu unterstützen, ihr Interesse für das politische Engagement in der Gesellschaft zu aktivieren. Weiter sollen die Zugänge zu formellen und informellen politischen Netzwerken ihnen ermöglichen, ihre demokratischen Partizipationsrechte einzusetzen. Ausgerüstet mit theoretischen Grundsätzen des politischen Handelns und dem Wissen über das praktische Handeln von Interessenvertretungen sollen Teilnehmende ihre Potenziale entfalten und diese in einem politischen Engagement ihrer Wahl (Parteien, Stiftungen, NGO etc.) realisieren.

Der Politikbetrieb ist rundum eine komplexe Aufgabe: Ob innerhalb politischer Gremien oder in der Interessenvertretung durch die nicht-staatlichen Organisationen. Sie fordert Sachverstand und Handlungskompetenz. Daher wird das Projekt “Politik Akademie der Vielfalt” in mehrstufigen Etappen die Teilnehmenden unterstützen, Fähigkeiten, um mit hochkomplexen Prozessen umzugehen, zu entwickeln und einzusetzen.

Das Projekt wird einen kompakten Handwerkskasten für politische Partizipation liefern: Zum einen wird Wissen vermittelt und anhand der Projektideen der Teilnehmenden aktiv an den eigenen Potenzialen gearbeitet. Im Rahmen des Projektes wird es Workshops geben und Zugang zu Netzwerken über Praktika und Projektentwicklung geboten. In Kombination mit der Umsetzung eigener Projektideen und Vorhaben können individuelle Interessen verfolgt und die erworbenen Kompetenzen aktiv umgesetzt werden.

Serap Güler

Projektinhalte

In vier bis sechs Einheiten werden grundlegende Schlüsselqualifikationen (soft skills) vermittelt. Die Vernetzung und Projektentwicklung werden in selbstorganisierten Treffen vorangetrieben. Mögliche Themen sind: Rhetorik, Umgang mit Hatespeech, Digitalisierung, Klimawandel, Antirassismusarbeit und Diskriminierungsrecht (AGG), die inhaltliche Gestaltung richtet sich aber auch nach den Schwerpunkten der Teilnehmenden. Die Seminare finden rotierend deutschlandweit, insbesondere in Berlin, in Nordrhein-Westfalen sowie Rheinland-Pfalz bzw. digital statt.

a) in einer nichtstaatlichen Organisation (NGO) bzw. einer Interessenvertretung (Gewerkschaften, Berufskammer usw.)

b) in einer politischen Institution (Mandatsträger*in, Ministerien, Verwaltung usw.)

Je nach thematischem und persönlichem Interesse des Teilnehmenden unterstützen das Projektteam und die Trägerorganisation bei der Suche nach dem passenden Praktikum. Dauer und Aufwand werden mit den Ressourcen der Teilnehmenden abgestimmt (z.B. Teilzeit/Vollzeit).

Als eine weitere Komponente, die sich über den kompletten Zeitraum des Vorhabens erstreckt, ist die Erarbeitung eines Konzepts für eine kleine Kampagne mit dem Fokus auf politische Beteiligung vorgesehen, die den Effekt des Projektes multiplizieren soll. Das Konzept können Teilnehmende allein oder in kleinen Gruppen entwickeln und ausarbeiten. Regelmäßige digitale Treffen bieten dabei die Gelegenheiten, die eigenen Ideen vorzustellen, gemeinsam zu brainstormen und sich gegenseitig zu unterstützen. Eine wissenschaftliche und individuelle Beratung und Begleitung der Teilnehmenden ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts.

Der Fokus der Projektideen liegt darauf, Vielfalt in allen gesellschaftlichen Bereichen zu aktivieren, z.B. Politik, Bildung, Wirtschaft und Medien, Klima- und Umweltschutz, Digitalisierung, soziale und integrative Arbeit mit oder für Frauen/Senior:innen/Jugendliche/Geflüchtete.

Die Projekte werden im Abschluss jeder Phase digital und/oder analog präsentiert.

Das Projekt legt großen Wert auf den Austausch der Teilnehmenden untereinander. Daher werden wir uns regelmäßig online treffen, um zusammen an den Projekten weiterzuarbeiten.

Im Projekt werden auch themenspezifische Wegweiser-Broschüren erarbeitet, die sich an Neuzugewanderte mit und ohne Fluchthintergrund richten. Sie informieren jeweils über die grundlegenden Rechte und Freiheiten der politischen Teilhabe auf den Ebenen Bund, Land und Kommune und listen Ansprechpartner:innen auf.

Zielgruppe:

Das Projekt richtet sich an Menschen mit eigener oder familiärer Migrations- oder Fluchtgeschichte aus dem europäischen und nichteuropäischen Raum, im erwerbsfähigen Alter, deren faktischer Lebensmittelpunkt im Einzugsgebiet liegt. In dem Projekt ist insbesondere eine möglichst diverse Teilnehmer*innenschaft mit unterschiedlichen Bildungs- und Einwanderungsbiografien erwünscht. Die Intersektionalität von Diskriminierungsmerkmalen wird ebenso beachtet.

Organisator:

Das Projektkonzept ist vom Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat. Dieser setzt sich unter anderem für die Förderung der Integration von neu zugewanderten und bereits hier lebenden Migrant*innen ebenso wie für die Etablierung gesellschaftlicher Toleranz auf allen Ebenen ein. Der BZI agiert daher im Sinne einer politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung von in Deutschland lebenden Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Weitere Projekte des BZI finden Sie hier.

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